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KOSTENLOSE ERSTBERATUNG

Die kosmetische Lidoperation

Die häufigsten kosmetischen Eingriffe im Augenbereich sind Operationen der Ober- und Unterlider (Ober- und Unterlidblepharochalasis). Die Eingriffe sind ungefährlich und können in örtlicher Betäubung und schmerzfrei durchgeführt werden. Die individuelle Entscheidung zu einem Eingriff kann jedoch nur nach einer eingehenden Untersuchung und Beratung gemeinsam mit Ihrem Augenarzt getroffen werden. Wenn Sie wissen möchten, ob und welcher Eingriff für Sie in Frage kommt, vereinbaren Sie bei uns einen Untersuchungs- und Beratungstermin.

Unterschiedliche Formen der Lidoperationen:

Lidfehlstellungen: Auswärtskehrung der Lidränder, Einwärtskehrung der Lidränder, Herabhängendes Oberlid, Erweiterung der Lidspalte, Verengung der Lidspalte

Die Lidhauterschlaffung ist eine normale altersbedingte Veränderung an den elastischen Fasern der Haut.

Geschwülste der Lider sind die Folge von Entzündungen (z.B. Hagelkorn, von Ablagerungen (z.B. Fettablagerungen) oder von Gewebsneubildungen und Entartungen.

Erkrankungen an der Netzhaut

 

Diabetische Retinopathie

In Österreich sind 600 000 Personen vom Diabetes mellitus betroffen. Das ist die häufigste Form des Zuckerschadens, welche die Gefäße betrifft. Es braucht in der Regel 10-15 Jahre, bis der Zuckerschaden sich am Auge einstellt. Die Augenbeteiligung geht langsam vor sich und reicht von leichter, mit wenigen Blutungen in die Netzhaut, bis schwerster Form, mit Zerstörung durch Gefäßwucherungen in der gesamten Augenstruktur, verbunden mit dem Diabetes ist dies die häufigste Erblindungsursache (50%) im Erwerbsalter.

Bei DiabetikerInnen vom Typ I tritt dies bei 3,6 % auf und bei DiabetikerInnen vom Typ II bei 1,6 % auf.

Nach 20 Jahren Krankheitsdauer sind 100 % der Typ I und 60 % der Typ II vom Zuckerschaden betroffen.

Das Maculaödem gehört zu den unangenehmen Komplikationen. Dabei kommt es durch Flüssigkeitsaustritt in der Macula (Stelle des schärfsten Sehens) zur Sehkraftminderung mit Flecken im zentralen Gesichtsfeld. Ca. 25 % der DiaberikerInnen sind nach 15-jähriger Krankheitsdauer davon betroffen. Das Rauchen, erhöhte Blutfette und erhöhter Blutdruck verstärkt die Situation.

Sehr wichtig ist die Kontrolle des Blutzuckers und deren Einstellung durch diätetische, medikamentöse (oral/Insulinspritze) Maßnahmen.

Langzeitwert, sogenannter HbA1c, soll unter 7 % bleiben.

Therapie:

-          an erster Stelle ist die gute Einstellung, im Weiteren, je nach Stadium, Injektion der Medikamente (sogenannte Anti-VEGF,  Cortison) in das Auge

-          Laser-Therapie

-          Operation (sogenannter Vitrektomie)

Vorsorge

Die erfolgreiche Behandlung der diabetischen Retinopathie hängt von der frühen Entdeckung der Erkrankung und der konsequenten Diabetestherapie ab. Wenn der Patient rechtzeitig beim Augenarzt erscheint, kann in den meisten Fällen die Behandlung ein Fortschreiten und damit einen Sehverlust verhindern. Da die diabetischen Augenerkrankungen lange fortschreiten können ohne wesentliche Beschwerden zu verursachen, sollte der Diabetiker grundsätzlich mindestens einmal im Jahr zum Augenarzt gehen. Sollten sich Anzeichen einer diabetischen Augenerkrankung zeigen, sollten die Untersuchungen in kürzeren Zeitabständen wiederholt werden.

Makulaödem (Schwellung der Netzhautmitte):

Eine Anschwellung der Netzhautmitte kann unterschiedliche Ursachen haben (z.B. eine zentral seröse Chorioretinopathie, meist durch Stress oder hochdosiertes Kortisoneinnahme, Makuladegeneration, Netzhautgefässverschlüsse (Netzhautthrombose), oder Diabetische Retinopathie)

Sollte eine Schwellung der Netzhautmitte vorliegen ("Makulaödem") kann ebenfalls durch eine sehr milde Laserbehandlung der Netzhauitmitte, oftmals auch in Kombination mit einer intravitrealen Medikamenteneingabe, eine Besserung bis Abheilung der Netzhaitschwellung erzielt werden. Der Rückgang der Netzhautschwellung wird mittels optischer Kohärenztomographie (OCT) oder Fluoreszenzangiographie Verlaufsdokumentiert.

Gefässverschlüsse der Netzhaut (Thrombose):

Bei dieser Erkrankungen entsteht ein Sauerstoffmagel der Netzhaut und das Auge versucht kompensatorisch neue Gefässe auf der Netzhaut aber auch im Kammerwinkel zu bilden. Diese neugebildeten Gefässe sind jedoch sehr gefährlich und können zu Einblutungen im Auge, Netzhautablösung oder zum grünen Star führen ("sekundär Glaukom bei Rubeosis Iridis").

Eine Laserbehandlung der Netzhautperipherie oder intraokulare Injektion senkt den Sauerstoffbedarf der Netzhaut durch die eintretende Vernarbung und die neuartigen ungünstigen Gefässe bilden sich meist zurück.

Netzhautablösung (Amotio Retinae):

Als Netzhautablösung bezeichnet man die Ablösung der inneren Anteile der Netzhaut des Auges von ihrer Versorgungsschicht, dem retinalen Pigmentepithel. Sie stellt einen Augenärztlichen Notfall dar, da in den meisten Fällen eine Progression Richtung Sehzentrum stattfindet, welche das Ausmaß des nötigen Eingriffs erhöht und die Prognose der endgültig erhaltbaren Sehkraft mit Erreichen des Sehzentrums radikal verschlechtert.

Typische Symptome sind das Sehen von Blitzen, das plötzliche Auftreten von dichten schwarzen oder roten Flecken im Gesichtsfeld (Rußregen) als Folge einer mit dem Netzhautriss einhergehenden Blutung sowie vorhangartige Gesichtsfeldeinschränkung, wenn die Netzhautablösung größere Ausmaße erreicht hat.

Jedoch kann das Ablösen auch völlig ohne Symptome geschehen, und erst bei Erreichen der Makula sichtbar werden. Beispielsweise durch eine verzerrte Darstellung (Metamorphopsien), vergleichbar mit einem Fehler in einem Glas.

Bei Fortbestehen einer vollständigen Ablösung der Netzhaut tritt eine Erblindung des betroffenen Auges ein. Eine Netzhautablösung muss meist operativ behandelt werden.

Behandlungsmöglichkeiten von Netzhauterkrankungen:

Laserbehandlung:

Bei diabetischer Retinopathie oder Gefässverschlüssen der Netzhaut:

Bei diesen Erkrankungen entsteht ein Sauerstoffmagel der Netzhaut und das Auge versucht kompensatorisch neue Gefässe auf der Netzhaut aber auch im Kammerwinkel zu bilden. Diese neugebildeten Gefässe sind jedoch sehr gefährlich und können zu Einblutungen im Auge, Netzhautablösung oder zum grünen Star führen ("sekundär Glaukom bei Rubeosis Iridis").

Eine Laserbehandlung der Netzhautperipherie senkt den Sauerstoffbedarf der Netzhaut durch die eintretende Vernarbung und die neuartigen ungünstigen Gefässe bilden sich meist zurück.

Sollte eine Schwellung der Netzhautmitte vorliegen ("Makulaödem") kann ebenfalls durch eine sehr milde Laserbehandlung der Netzhauitmitte, oftmals auch in Kombination mit einer intravitrealen Medikamenteneingabe, eine Besserung bis Abheilung der Netzhaitschwellung erzielt werden. Der Rückgang der Netzhautschwellung wird mittels optischer Kohärenztomographie (OCT) oder Fluoreszenzangiographie Verlaufsdokumentiert.

Bei Netzhautlöchern zur Verhinderung einer Netzhautablösung:

Es gibt unterschiedliche Ursachen, bei denen Löcher und/oder Risse in der Netzhaut (Retina) entstehen. Die Löcher oder Risse kann man mit einem Laser veröden und mit der dahinterliegenden Aderhaut „verschweißen“. Dadurch verhindert man, dass Flüssigkeit vom Glaskörper unter die Netzhaut gelangt und diese sich abhebt.

Medikamentös:

Bei einer feuchten altersbedingten Maculadegeneration (AMD) bilden sich neu Blutgefäße an der Stelle des schärfsten Sehens und die Netzhaut schwillt an. Um die Blutgefäßbildung zu stoppen und die Schwellung zu reduzieren, wird mit einer Spritze ein Medikament direkt ins das Auge gespritzt (intravitreale Injektion). Somit kann das Medikament direkt im Auge wirken und verursacht viel geringere Nebenwirkungen als bei systemischen Gabe. Durch diese Behandlung versucht man die Sehschärfe zu erhalten. Die Methode kommt nun öfter auch bei diabetische Netzhautbeteiligung, Gefäßverschlüssen zum Einsatz.

Operativ:

Bei andauernder Blutung in den Glaskörper z.B. im Rahmen des Diabetes oder einer Netzhautablösung mit Membranbildung ist eine Entfernung des Glaskörpers mit Ausschälung des Blutes angezeigt. Der Glaskörper wird durch Gas oder Silikonöl ersetzt, um die Netzhaut wieder zu befestigen, da sie nur durch den Druck des Glaskörpers in ihrer Lage gehalten wird. Während der Operation wird in der Regel auch eine Lasertherapie durchgeführt.

Grüner Star (Glaukom)

Grün?

Warum der "grüne Star" gar nicht grün ist...

Der griechische Gelehrte Aristoteles (384 v Chr. -322 v. Chr) bezog sich mit dem Wort "Glaukos" (= die Farbe des Meeres) auf farbige Veränderungen der Regenbogenhaut (=Iris) die z.B. bei Entzündungen auftreten können. Bei chronischer Regenbogenhautentzündung kann z.B. eine dunkle Iris heller bis bläulich wirken. Vermutlich hatten die Griechen überwiegend dunkle Augen und eine hellere Regenbogenhaut, wie es in Nordeuropa häufig ist, war sehr auffällig. Diese Beobachtung hat natürlich nur sehr wenig mit dem heutigen Wissen über die Glaukomerkrankung zu tun.

Der Begriff "grüner Star" tauchte erstmalig in einer Abhandlung des schlesischen Arztes Johann Caspar Sommer auf. Im Jahr 1743 veröffentlichte der ein Buch mit dem Titel "Abhandlung von dem Grauen Stahr Und dem Glaucoma Oder Grünen Stahr" Er beschreibt darin den Grünen Star als eine Augenkrankheit, deren Ursache wohl in einer Verdunklung der Flüssigkeit im Auge liegt – "der Saft, der in grün verwandelt sey". Er vermutete wohl bei der schleichenden Erblindung seiner Glaukompatienten eine Trübung der Flüssigkeit hinter der Augenlinse. Dies ist natürlich aus heutiger Sicht völliger Unsinn. Aber das Wissen über Erkrankungen entwickelte sich eben nur sehr langsam und wer weiss, vielleicht haben wir ja in der heutigen Zeit ebenfalls völlig verkehrte Vorstellungen über Krankheitsmechanismen sogenannter unheilbarer Erkrankungen und in hundert Jahren lacht man über unsere heutigen begrenzten Erkenntnisse.

Star?

Warum der "grüne Star" gar kein Star ist...

Der Begriff "Star" ist im deutschsprachigen Raum seit dem 8. Jahrhundert eigentlich eine Bezeichnung für Linsentrübungen (von "Erstarren"). Im 20. Jahrhundert bürgerte sich der Begriff "grüner Star" für die Glaukomerkrankung ein obwohl die Augenlinse beim typischen Glaukom gar nicht getrübt ist.

Meerschweinchen...

Manche Begrifflichkeiten halten sich nun einfach in unserem Sprachschatz obwohl der Bezug nicht immer nachvollziehbar ist. So hat ein Meerschweinchen ja ebenfalls nur sehr wenig mit dem Meer oder mit Schweinchen zu tun.

Am besten Sie vergessen ab sofort den Begriff "grüner Star" und merken sich die medizinisch korrekte Bezeichnung "Glaukom".

Glaukomformen

Das Glaukom ist eine Volkskrankheit. Es wird zwischen dem chronischen Offenwinkelglaukom (PCOG) und dem Glaukom mit im Zugang eingeengten Kammerwinkel, welches zum akuten Glaukomanfall führen kann, unterschieden.

Sonderformen des Glaukoms sind zum einen das Glaukom bei normalen Augeninnendruck (Normaldruckglaukom) und die sogenannten Sekundärglaukome durch Gefässneubildungen im Kammerwinkel z.B. bei Netzhautthrombosen oder bei Diabetes.

Ursache der Erkrankung

Im Augeninneren wird ständig Flüssigkeit produziert die über ein Maschenwerk am Rand der Regenbogenhaut über einen winzigen Kanal abfliesst. Bei dem chronischen Glaukom ist vermutlich das sogenannte Trabekelmaschenwerk verengt, so daß es zu einer kontinuierlichen Augeninnendrucksteigerung kommt. Der erhöhte Druck vermindert die Durchblutung am Sehnervenkopf und die Nervenfasern gehen allmählich zu Grunde. Der normale, durchschnittliche Augeninnendruck liegt bei 10 - 21 mmHg. Sind enge Familienmitglieder am Glaukom erkrankt besteht ein erhöhtes individuelles Risiko selbst am Glaukom zu erkranken.

Zunahme des Glaukomrisikos mit steigendem Lebensalter

Ab dem 40. Lebensjahr steigt das individuelle Risiko am chronischen Glaukom zu erkranken linear an. Das tückische am Glaukom ist die zunächst völlige Symptomfreiheit des Patienten. Erst wenn ein Grossteil der Nervenfasern abgestorben sind treten schwerste irreversible Sehstörungen bzw. Gesichtsfeldausfälle auf. Dies kann durch regelmässige Vorsorge verhindert werden.

Was kann der Augenarzt tun?

Der Augenarzt überprüft den Augeninnendruck und den Sehnerven bzw. die Nervenfaserschicht der aus dem Sehnerven austretenden Nervenfasern durch einen kurzen Blick in das Augeninnere. Durch diese kurze, berührungsfreie und völlig schmerzlose Untersuchung kann in den meisten Fällen ein Glaukom ausgeschlossen bzw. diagnostiziert werden.

Frühe Diagnose eines Glaukoms verhindert dauerhafte, irreversible Schäden am Auge

Wird ein Glaukom diagnostiziert ist im Frühstadium die Behandlung mit Augentropfen meist problemlos möglich und weiterer Schaden kann meist abgewendet werden. Auch Operationen des Glaukoms (z.B. mittels Laser oder chirurgisch) sind möglich falls durch die Augentropfen der erwünschte Zieldruck nicht erreicht werden kann. Ein jedoch schon eingetretener Glaukomschaden kann jedoch nicht mehr rückgängig gemacht werden. Es gilt hier das Restsehvermögen dauerhaft zu erhalten.

Empfohlene Vorsorgeintervalle

  • Zwischen dem 40-50.Lebensjahr: alle 3 Jahre
  • Zwischen dem 50. -60. Lebensjahr alle 2 Jahre
  • ab dem 60. Lebensjahr: jährlich

Nützliche Untersuchungsmethoden zur Glaukomvorsorge bzw. zur Verlaufskontrolle:

Basis Untersuchungen ("Basis Check")

  • Berührungsfreie Augeninnendruckmessung (Tonometrie)
  • Computerisierte Gesichtsfelduntersuchung um Nervenfaserausfälle zu erkennen und zur Verlaufskontrolle
  • Optische Kontrolle des Sehnerven durch den Augenarzt (Fundoskopie)

Erweiterte Glaukomvorsorge

  • Hornhautdickenmessung (Pachymetrie):
    Die Messung der Hornhautdicke ist zur exakten Augeninnendruckbestimmung unumgänglich, da bei der so genannten applanatorischen Augeninnendruckmessung die zentrale Hornhaut ganz leicht eingedellt wird (entweder mittels eines kleinen Lufstosses oder mittels Tonometrieaufsatz). Ist die Hornhaut sehr dünn (z.B. bei sehr grossen bzw. kurzsichtigen Augen) wird fälschlicherweise ein zu niedriger Innendruck gemessen da weniger Kraft aufgewendet werden muss um die Hornhaut zentral einzudellen. Ist die Hornhaut überdurchschnittlich dick wird fälschlicherweise ein zu hoher Augeninnendruck ermittelt der vom realen Wert sehr stark abweichen kann.
  • Optische Kohärenztomographie (OCT) des Sehnerven und der retinalen Nervenfaserschicht:
    Die Untersuchung mittels OCT ermöglicht die exakteste und frühestmögliche Analyse des Sehnerven und der Nervenfaserschicht, da hier schon Veränderungen im Mikrometerbereich gemessen werden können die fundoskopisch nicht auffällig sind oder erst in Spätstadien des Glaukoms erkennbar werden. Auch die Gesichtsfelduntersuchung zeigt erst Ausfälle der Nervenfasern ab einem Verlust von 30-50% an geschädigtem Nervengewebe.

    Die mittels OCT gemessene Nervenfaserdicke wird mit Normalwerten verglichen und grafisch anschaulich dargestellt.

    Die Untersuchung mittels OCT ist derzeit die genaueste Möglichkeit zur Früherkennung und Verlaufskontrolle des Glaukoms!
  • digitale Fotodokumentation des Sehnerven und der Nervenfaserschicht

Therapiemöglichkeiten bei Glaukom

Eine Glaukomerkrankung wird normalerweise mit Medikamenten (meist Augentropfen) behandelt. Sollte diese Therapie nicht anschlagen, kann man den Augeninnendruck durch eine Laserbehandlung verringern.

Bei chronischem Glaukom und unzureichender medikamentöser Augeninnendrucksenkung bzw. Tropfenunverträglichkeit können die Poren des am äussersten Rand der Regenbogenhaut ("Iris") liegenden Schwammartige Gewebes ("Trabekelmaschenwerk") durch das die im Augeninnere produzierte Flüssigkeit ("Kammerwasser") abfliesst mittels Laser aufgeweitet werden.

Bei im Zugang eingeengtem Kammerwinkel ("Engwinkelglaukom") wird mittels Yag- Laser ein kleines Loch in die Regenbogenhaut gemacht, damit das Kammerwasser abfließen kann.

Makuladegeneration

Die altersbedingte Makuladegeneration ist die häufigste Erblindungsursache in den westlichen Industrienationen. Der Zerfall der zentralen Netzhautzellen (Makula) führt zum schleichenden Verlust der Lesefähigkeit bis hin zum totalen Verlust an Sehschärfe bzw. stark verzerrtes Sehen.

Zentraler Sehdefekt bei Makuladegeneration

Noch vor kurzer Zeit gab es keine Behandlungsstrategien zur Behandlung der Makuladegeneration. Heutzutage kann der Verlauf sogenannten" trockenen" Form der Makuladegeneration mit speziellen Spurenelementen in Nahrungsergänzungsmitteln hinausgezögert werden. 

Besteht eine sogenannte "feuchte Makuladegeneration" kann der Sehverlust, durch in das Auge verabreichte Medikamente, aufgehalten bzw rückgängig gemacht werden.

Die Verlaufskontrolle bei Makuladegeneration ist sehr sinnvoll, insbesondere die Beabachtung des Übergangs einer" trockenen" Form der Makuladegeneration in die" feuchte" Form.

FOTOS: Trockene Form  / Feuchte Form

Dies ist heutzutage mittels optischer Computertomographie der Netzhaut (OCT) am genauesten zu erkennen und auch zur Verlaufkontrolle nach erfolgter Therapie äusserst sinnvoll.

Die Untersuchung ist völlig schmerz- und berührungsfrei und dauert nur ein paar Minuten. Die Pupille muss in der Regel nicht geweitet werden.

Behandlungsmöglichkeiten bei Makuladegeneration

Intravitreale Injektionstherapie:

Bei einer feuchten altersbedingten Maculadegeneration (AMD) bilden sich neu wucherende Blutgefäße an der Stelle des schärfsten Sehens und die Netzhaut schwillt wegen Sauerstoffmangel durch Stoffwechselablagerungen an. Um die Blutgefäßbildung zu stoppen und die Schwellung zu reduzieren, wird mit einer Spritze ein Medikament direkt ins das Auge gespritzt. Somit kann das Medikament direkt im Auge wirken und verursacht viel geringere Nebenwirkungen als bei Tabletteneinnahme oder bei Augentropfen. Durch diese Behandlung versucht man die Sehschärfe zu erhalten. Es kommen verschiedene Medikamente (Avastin, Eylea, Lucentis) zum Einsatz.

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Grauer Star (Katarakt)

Was bedeutet eigentlich "grauer Star" (Katarakt)?

Das Wort Katarakt bedeutet "Wasserfall" bzw. "Herabstürzen" (griechisch-lateinischer Ursprung des Wortes). In der Antike nahm man an, daß in oder hinter der Augenlinse Substanzen herabstürzen bzw. fliessen, da der Seheindruck beim "grauen Star" dem Blick durch einen Wasserfall ähnelt (getrübt). Der Begriff "Star" ist im deutschsprachigen Raum seit dem 8. Jahrhundert eigentlich eine Bezeichnung für Linsentrübungen und das Wort "Star" bezieht sich auf das "Erstarren" dieser vermeintlichen vorher beschriebenen Flüssigkeit in oder hinter der Linse. Bei extrem fortgeschrittenen Linsentrübungen, die man heutzutage nur noch sehr selten antrifft, erscheint durch die Trübung der Augenlinse die Pupille weiß statt schwarz. Für den Patienten bedeutet dies aber auch eine fast völlige Erblindung des Auges, da durch eine solch stark eingetrübte Linse das Sehen sehr stark beeinträchtigt ist. Lange bevor sich eine Linse völlig eintrübt bemerkt der Patient jedoch schon eine deutliche Sehminderung.

Wann sollte der graue Star eigentlich operiert werden?

Aufgrund der kurzen Operationszeit, der Einfachheit des ambulant in Tropfenanasthesie durchführbaren Eingriffs und der sehr guten operativen Resultate, wird heutzutage ein "grauer Star" schon bei geringerer Einschränkung der Sehleistung (ab 50-60% Sehschärfe) operiert bevor eine mehr oder minder totale Sehminderung eingetreten ist. Die Entscheidung zum Operationszeitpunkt legt der Patient im gemeinsamen Gespräch mit dem Augenarzt fest. Feste Regeln zum Operationszeitpunkt gibt es nicht. Man hat Zeit, individuelle Ansprüche des Patienten stehen im Vordergrund. Eine Notfallsituation besteht beim grauen Star niemals. Es bleibt also immer genügend Zeit den optimalen Operationszeitpunkt nach den Wünschen des Patienten zu planen.

Operation des grauen Stars (Katarakt)

Ohne ein gutes Sehvermögen ist unsere Lebensqualität erheblich eingeschränkt. Ab dem 45. bis 50. Lebensjahr verschlechtert sich das scharfe Sehen in der Nähe allmählich. Man spricht von Altersichtigkeit.

Ab dem 60. Lebensjahr bemerken die meisten Menschen eine weitere Veränderung ihres Sehvermögens. Farben und Kontraste verblassen, das Auge reagiert empfindlicher auf helles Licht. Bei dieser meist altersbedingten Trübung der Linse wird das Sehvermögen beeinträchtigt und die Patienten haben das Gefühl wie „durch einen Schleier“ zu sehen.

Bei der Katarakt Operation wird die getrübte Linse durch einen nur 2,4 mm kleinen unsichtbaren Einschnitt am Rand der Hornhaut nach Zerkleinern mittels Ultraschals oder Laser abgesaugt und durch eine meist faltbare künstliche Linse (Intraokularlinse) ersetzt. Die notwendige Brechkraft der künstlichen Linse kann der Arzt vorher sehr genau bestimmen. Mittels Ultraschall oder mittels anderer optischer Verfahren (Laser) wird die Länge des Augapfels und die Hornhautkrümmung gemessen und die passende Kunstlinse berechnet.

Es wird meist zunächst nur ein Auge operiert. Ist auch das andere Auge betroffen, kann der zweite Eingriff kurze Zeit später erfolgen.

Moderne und extrem genaue Laser-Messverfahren ("IOL Master") werden zur exakten präoperativen Berechnung der einzupflanzenden Intraokularlinse verwendet. 

Die standard Monofokallinsen ermöglichen Ihnen nach der Operation meist ein brillenloses sehr gutes Sehen entweder in die Ferne oder, wenn gewünscht, in die Nähe, jedoch nicht beides. Eine Nah- oder evtl. auch eine Fernbrille wird nach der Operation mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit erforderlich sein, insbesondere bei Patienten mit vorbestehendem Hornhautastigmatismus.

Falls eine Intraokularlinse mit Zusatznutzen gewünscht bzw. erforderlich ist (z.B. multifokale Intraokularlinse für das brillenlose scharfe Sehen in die Ferne und Nähe bzw. eine Speziallinse bei Hornhautastigmatismus), wird nach genauer Vermessung eine individuelle Linse bestellt.

Weiterhin empfehlen wir bei noch relativ jungen Patienten sowie bei Patienten mit beginnender Makuladegeneration spezielle Intraokularlinsen mit "Blaulichtfilter" um die Netzhaut bzw. Makula vor den vermutlich schädlichen blauen Sonnenlichtanteilen zu schützen.

Mit der Katarakt-Operation kann in den meisten Fällen wieder ein klarer Blick und eine gute Sehschärfe erreicht werden. Komplikationen während oder nach der Operation sind selten.

Der Eingriff gilt als eine der sichersten Operationen überhaupt.

Die häufigsten bekannten Komplikationen bei der Kataraktchirurgie sind

  • Infektionen
  • Netzhautablösung
  • Augeninnendruckanstieg vorübergehend oder permanent
  • Netzhautschwellung (meist vorübergehend)
  • operative Beschädigung des Auges (z.B. Regenbogenhaut, Pupille)
  • Sehverschlechterung
  • unerwüschtes refraktives postoperatives Ergebnis
  • Anisometropie (unterschiedliche Refraktion beider Augen)
  • Doppelbildwahrnehmung
  • verminderte Kontrastwahrnehmung
  • Halos um Lichtquellen / Ghosting ("Geisterbilder")
  • vermehrte Blendungsempfindlichkeit
  • veränderte Farbwahrnehmung
  • Nachbehandlung bzw. Nachoperation bei nicht optimalem Ergebnis